Wenn am Donnerstag, 10. September, um 11 Uhr die Sirenen aufheulen, ist das kein Grund zur Sorge – sondern ein wichtiger Test für den Ernstfall. Beim bundesweiten Warntag werden an diesem Tag deutschlandweit die verschiedenen Warnsysteme erprobt. Auch in Schwäbisch Gmünd wird es laut: Insgesamt 15 neu installierte Sirenen in der Innenstadt und den Stadtteilen werden gleichzeitig ausgelöst. Gegen 11.45 Uhr folgt die Entwarnung.
Doch nicht nur die Sirenen kommen zum Einsatz. Warnmeldungen werden unter anderem über einschlägige Warn-Apps sowie Radio und Fernsehen verbreitet. Zusätzlich sind mehrere Feuerwehrfahrzeuge in der Innenstadt und den Stadtteilen unterwegs. Mit ihren mobilen Sirenenanlagen können sie Warnungen auch dort ausgeben, wo stationäre Sirenen keine ausreichende Abdeckung gewährleisten.
Wer wissen möchte, wie die unterschiedlichen Warnsysteme funktionieren und was im Ernstfall zu tun ist, kann sich am Marktplatz informieren. Dort betreibt die Feuerwehr Schwäbisch Gmünd von 10 bis 12 Uhr einen Infostand. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich über Warnmöglichkeiten, richtiges Verhalten in Katastrophensituationen und persönliche Krisenvorsorge informieren. Auch Erster Bürgermeister Christian Baron, Feuerwehrführung mit Uwe Schubert und Max Schamberger sowie der Leiter des Rechts- und Ordnungsamtes, Gerd Hägele, stehen für Fragen zur Verfügung.
Der Warntag soll dabei nicht nur die Technik auf die Probe stellen. Er soll vor allem die Bevölkerung für mögliche Gefahrensituationen sensibilisieren. Denn im Ernstfall kommt es darauf an, Warnungen schnell zu erkennen, richtig einzuordnen und entsprechend zu handeln. „Wer weiß, wie Warnungen verbreitet werden und wo verlässliche Informationen zu finden sind, kann in einer Gefahrensituation schneller richtig handeln“, betont Max Schamberger, stellvertretender Feuerwehrkommandant der Stadt Schwäbisch Gmünd.
Die Stadt arbeitet deshalb daran, ein möglichst flächendeckendes Warnsystem aufzubauen. Neben den fest installierten Sirenen spielen mobile Warnanlagen eine wichtige Rolle. Sie können flexibel eingesetzt werden und ermöglichen es der Feuerwehr, bei örtlich begrenzten Gefahren gezielt Warnungen an die Bevölkerung weiterzugeben.
Die Feuerwehr empfiehlt, sich schon vor einem möglichen Ernstfall mit den verschiedenen Informationswegen vertraut zu machen. Dazu gehört beispielsweise, geeignete Warn-Apps auf dem Smartphone zu installieren, die Hinweise offizieller Stellen zu beachten und sich Gedanken über die eigene Krisenvorsorge zu machen.