Die Degenfelder Feuerwehr trainierte intensiv den Innenangriff, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein
Bildnachweis: Feuerwehr Degenfeld, Stadt GD
Am Samstag, 21. März stand bei der Feuerwehr Degenfeld das Thema: "Atemschutz - Den Innenangriff unter Realbedingungen trainieren", auf der Tagesordnung. Dazu wurde intensiv trainiert, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein. Ein älteres leerstehendes Haus in Degenfeld, welches der Eigentümer der Feuerwehr hin und wieder für Übungen zur Verfügung stellt, wurde dafür genutzt und stand im Mittelpunkt der Übung. Mit zwei Nebelmaschinen wurde das komplette Haus so vernebelt, dass man im Inneren nicht mehr die Hand vor den Augen erkennen konnte. Unter der Leitung von Abteilungskommandant Christoph Schmid und Löschmeister Jan Kübler war die erste Aufgabe der Kameraden aus Degenfeld und Großdeinbach, in Trupps aus zwei Personen, einen bestimmten Bereich des Gebäudes zu inspizieren und danach einen Grundriss dieses Bereiches aus dem Gedächtnis aufzuzeichnen. Enorm schwierig, wenn einem die Augen als Sinnesorgan nichts nutzen.
Die nächste Aufgabe der Feuerwehrleute bestand darin, der außerhalb des Objektes befindlichen Einsatzleitung ständig eine möglichst exakte Beschreibung der aktuellen Umgebung über Funk nach draußen geben. Nach der Mittagspause war es die Aufgabe der Atemschutzgeräteträger, im Haus befindliche Übungsdummys aufzufinden und diese sowohl ohne, als auch mit verschiedenen Hilfsmitteln, wie Rettungstuch oder Schleifkorbtrage nach draußen zu bringen. Eine echte Herausforderung, dies absolut ohne Sicht, mit wassergefüllten Schläuchen und einiges an Ausrüstung am Körper, in einem engen Treppenhaus zu bewerkstelligen. Zu guter Letzt wurde dann ein Notfall simuliert. Ein Kamerad erlitt im Inneneinsatz als Übungsszenario einen Kollaps und nun musste schnellstmöglich der draußen standardmäßig bereitstehende Sicherungstrupp zum Einsatz kommen, um den verletzten Kameraden zu retten.
Die Übung war insgesamt ein voller Erfolg und brachte den beteiligten Feuerwehrleuten unschätzbare Erfahrungen. Alle waren sich einig, dass diese Aktion durchaus wiederholt werden sollte. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und Helfer und vor allem an Familie Heinzmann für die Zurverfügungstellung des Objektes.