Ein Meer aus Masken und Musik: Der 49. Gmünder Fasnetumzug im Rückblick
Der 49. Gmünder Fasnetumzug hat am 4. März einmal mehr gezeigt, warum er zu den größten und beliebtesten Umzügen in ganz Ostwürttemberg zählt. Bei strahlendem Wetter verwandelte sich die historische Altstadt von Schwäbisch Gmünd in ein farbenfrohes Spektakel, das Jahr für Jahr Zehntausende anzieht. Bereits ab 13.30 Uhr setzte sich der bunt geschmückte Gaudiwurm am Bockstor in Bewegung und bahnte sich seinen Weg durch die Innenstadt – von der Bocksgasse über die Parlerstraße, den Sebaldplatz, weiter bis zum Königsturm und schließlich durch die Rosenstraße und den Kalten Markt bis auf den Marktplatz. Traditionell endete der Umzug am Johannisplatz in der Bocksgasse, wo sich viele Besucher noch lange vom bunten Treiben mitreißen ließen.
Entlang der mehr als zwei Kilometer langen Strecke warteten zahlreiche Moderationsstellen, Bewirtungsstände und WC-Bereiche auf die Menschenmengen. Und sie kamen zahlreich: Über 50.000 Besucherinnen und Besucher säumten die Route, um die beeindruckende Vielfalt der 122 Gruppen aus 73 Zünften und Vereinen zu bestaunen. Rund 2800 Hästräger sorgten für eine überwältigende Atmosphäre.
Besondere Highlights waren die 58 Hexen- und Maskengruppen, deren fantasievolle und teils furchteinflößende Kostüme für staunende Gesichter sorgten, sowie die 30 Tanzgruppen mit ihren energiegeladenen Darbietungen – darunter Garden und das beliebte Männerballett. Auch 17 kreative Fußgruppen, 8 mitreißende Guggenmusiken und 6 imposante Motivwagen prägten das Bild. Drei Musikgruppen, darunter der Spielmannszug der Feuerwehr Aalen, der Sängerkranz Zimmern und der Fanfarenzug Wäschenbeuren, verliehen dem Umzug seinen charakteristischen Klangteppich.
Das neue Organisationsteam um Jennifer Haizmann und Ruben Steichele hatte ein Programm zusammengestellt, das den Besucheransturm von mehr als 50.000 Menschen problemlos stemmte und für ausgelassene Fasnetsstimmung sorgte. Besonders emotional wurde es beim traditionellen Kehraus im Innenhof des Kulturzentrums Prediger. Hier wurden nicht nur die besten Gruppen in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet – von Motivwagen über Guggen- und Musikkapellen bis hin zu Fußgruppen und Hexen –, sondern auch das Silbermännle verabschiedet, die symbolträchtige Figur der Gmünder Fasnet, die anschließend im feierlichen Marsch zum Rathaus begleitet wurde.
Mit vier Euro Eintritt war der Besuch auch dieses Jahr familienfreundlich gestaltet, Kinder bis 14 Jahren durften wie immer kostenlos teilnehmen. Der 49. Gmünder Fasnetumzug hat gezeigt, wie lebendig, vielfältig und traditionsreich die Gmünder Fasnet ist – und wie sehr sie die Menschen der Region verbindet. Ein stimmungsvoller, fröhlicher und farbenreicher Tag, der Vorfreude auf das große Jubiläum im kommenden Jahr weckt.












