Filmauftritt des Gmünder Einhorns auf ARTE
Die ARTE-Dokumentation „Das Einhorn. Kulturgeschichte einer Sehnsucht“ wirft ein scheinbares Paradox auf: Das Einhorn hat nie existiert – warum ist es trotzdem ein Objekt menschlicher Sehnsucht? Diese Ausgangsfrage führt Regisseur Mathias Frick über 53 Filmminuten von der Antike über viele überraschende und widersprüchliche Darstellungen und Deutungen des Einhorns bis in die Gegenwart. Kunsthistorische Fachleute aus Potsdam, New York, Paris und Edinburgh erläutern seine Herkunft und Wandlungen durch die Geschichte. Aber auch im Hier und Jetzt begegnet der Film Menschen, die über ihre Faszination mit dem Einhorn berichten: Die „Brandenburger Bücherkinder“ schreiben und illustrieren Geschichten über das Fabeltier. Die Grafikerin Anastasia Lewitzka gestaltet ein Einhorn-Logo für queere ukrainische Soldat*innen. Die Restauratorin Julia Zitzmann widmet sich einer mittelalterlichen Einhorntapisserie. Und Stadtarchivar Dr. Niklas Konzen erläutert Ursprung und Bedeutung des Symboltiers von Schwäbisch Gmünd. Zu diesem Thema hatte das Stadtarchiv am 11. Oktober 2025 das Buch „Das Einhorn von Schwäbisch Gmünd: 750 Jahre eines Stadtsymbols“ vorgestellt, dessen Inhalte zum Teil in den Film eingeflossen sind.
Die Dokumentation wird am 19. April 2026 um 16.45 Uhr auf ARTE ausgestrahlt.
Wer sie schon vorher sehen will, kann den Film ab dem 20. März über die ARTE-Website streamen: Zum Film auf deutsch bzw. Zum Film auf französisch.
Und wer die Potsdamer Ausstellung verpasst hat und keine weiten Wege scheut, kann sie noch bis 10. Juli 2026 in Paris besichtigen, wo sie unter dem Titel „Licornes !“ im Musée de Cluny gezeigt wird.


