Vor 35 Jahren wurde die Städtepartnerschaft zwischen Schwäbisch Gmünd und Székesfehérvár unterzeichnet. Damit ist Székesfehérvár, das auch als „Stuhlweißenburg“ bekannt ist und in Ungarn auf Grund seiner Historie als ehemalige Krönungsstadt auch „Stadt der Könige“ genannt wird, neben Antibes (Frankreich), Barnsley (Großbritannien), Bethlehem (Vereinigte Staaten) und Faenza (Italien) eine der fünf Gmünder Partnerstädte. Seit der offiziellen Unterzeichnung der Städtepartnerschaft zunächst am 9. Juni in Schwäbisch Gmünd und dann am 6. Oktober 1991 in Székesfehérvár füllen zahlreiche Akteure wie die Städtepartnerschaftsvereine, die Feuerwehren, Sportvereine, Schulen und nicht zuletzt die Bürgerinnen und Bürger beider Städte diese Partnerschaft mit Leben.
Nun hat eine Gmünder Delegation unter Leitung von Oberbürgermeister Richard Arnold mit den Stadträten Johannes Barth und Dario Thiem, Helmut Zoidl und dem Beauftragten für die Städtepartnerschaften Markus Hofmann anlässlich der Feierlichkeiten rund um den ungarischen Nationalfeiertag Székesfehérvár besucht. Der Besuch wurde umrahmt durch ein umfangreiches Programm, aus dem die Gmünder wertvolle Erkenntnisse und Anregungen zu Themen wie EU-Förderung, Gewerbeansiedlungen, Kultur und städtisches Leben, Ärzteversorgung, digitale Infrastruktur, genauso beispielsweise aber auch zu klimabedingten Auswirkungen auf die Industrie und den Tourismus mitnehmen konnten. Wichtige Impulse konnten auch beim Besuch des Bosch-Schwesterwerks in Maklár gesammelt werden.
Bei verschiedenen Gelegenheiten bekräftigten Oberbürgermeister Arnold und sein ungarisches Pendant Dr. András Cser-Palkovics die Verbindung der beiden Städte und unterstrichen die intensive Freundschaft. „Städtepartnerschaften sind Volksdiplomatie, weil sie so viele gute Dinge bewirken, die für mich als überzeugten Europäer unverzichtbar sind. Ich bin wie alle Gmünderinnen und Gmünder stolz auf 35 Jahre Städtepartnerschaft mit Székesfehérvár, die so viele wunderbare Beziehungen zwischen den Bürgerinnen und Bürgern beider Städte geschaffen und dazu beigetragen haben, gegenseitig die kulturellen Werte kennenzulernen und einander zu respektieren“, sagt Arnold. Dies wurde besonders deutlich etwa bei der Heiligen Messe zu Ehren des ungarischen Nationalheiligen Stephan I. oder bei der Festsitzung des Stadtrats, im Rahmen derer Persönlichkeiten geehrt wurden, die sich in besonderer Weise um die Stadt Székesfehérvár verdient gemacht haben.