Im Rahmen eines Reggio-Kunstprojekts haben Kinder des Kinderhauses Josefstraße gemeinsam mit ihren Erzieherinnen die Flure und Gänge des Amts für Bildung und Sport der Stadt Schwäbisch Gmünd neugestaltet. Entstanden sind farbenfrohe Kunstwerke voller Kreativität, Fantasie und persönlicher Geschichten.
Die Idee zum Projekt entstand durch eine Anfrage des Amt für Bildung und Sport. Ziel war es, gemeinsam mit den Kindern ein echtes Kunstprojekt umzusetzen, das die Räume des Hauses verschönert und gleichzeitig die Ausdruckskraft der jungen Künstlerinnen und Künstler sichtbar macht.
Im Mittelpunkt stand die japanische Künstlerin Yayoi Kusama, die insbesondere für ihre Arbeiten mit Punkten, Wiederholungen und intensiven Farben bekannt ist. Gemeinsam schauten sich die Kinder verschiedene Künstlerinnen und Künstler an und entschieden sich schließlich bewusst für Kusama als Vorbild. Dabei wurden nicht einfach Werke kopiert – vielmehr entwickelten die Kinder eigene Ideen und persönliche Interpretationen.
Der kreative Prozess entwickelte sich Schritt für Schritt. Begonnen wurde mit ruhigen Blautönen, später kamen kräftiges Lila und leuchtendes Pink hinzu. Die Bilder wurden immer mutiger, lebendiger und ausdrucksstärker. Jedes Werk erzählt dabei seine eigene Geschichte und spiegelt Gedanken, Gefühle und Fantasie der Kinder wider.
Auch die Namen der Bilder entstanden gemeinsam. Die Kinder betrachteten ihre fertigen Kunstwerke, sprachen über die Wirkung der Farben und Formen und überlegten demokratisch passende Titel. So erhielt jedes Bild eine ganz persönliche Bedeutung.
Ein besonderer Höhepunkt der Vernissage war die Präsentation der Kunstwerke durch die Kinder selbst. Stolz erklärten sie den Gästen, wie die Bilder entstanden sind, welche Farben sie verwendet haben und warum ihre Werke so heißen, wie sie heißen. Auch ihre Emotionen beim Gestalten beschrieben die jungen Künstlerinnen und Künstler.
Erster Bürgermeister Christian Baron zeigte sich begeistert vom Projekt und fragte die Kinder gleich zu Beginn: „Gefällt es euch im Kinderhaus?“ – worauf die Kinder lautstark mit „Jaaaa!“ antworteten. Er bedankte sich bei den Kindern für ihre Kreativität und die große Bereicherung für das Rathaus. Kunst sei wie eine eigene Sprache, erklärte Baron. Jedes Kunstwerk und jede Farbe transportiere eine Botschaft und könne Freude und neue Ideen vermitteln – auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung.
Klaus Arnholdt, Leiter des Amt für Bildung und Sport freute sich ebenfalls über die neuen Kunstwerke. Er habe bereits vorab einen Blick auf die Bilder werfen dürfen und sei begeistert von der kreativen Gestaltung der Flure. Auch zahlreiche Eltern und Großeltern waren zur Vernissage gekommen und erlebten die Kunstwerke ihrer Kinder erstmals in der Ausstellung.
Ein besonderer Dank galt außerdem den drei Erzieherinnen des Kinderhauses Josefstraße, die das Projekt gemeinsam mit den Kindern umgesetzt und begleitet haben.
Bildunterschrift von links:
Sarah Stubner, Erzieherin Kinderhaus Josefstraße, Lisa Stachanczyk, Erzieherin Kinderhaus Josefstraße, Kim Eisenmann, Leitung Kinderhaus Josefstraße, Klaus Arnholdt, Leitung Amt für Bildung und Sport, Erster Bürgermeister Christian Baron.