Schwäbisch Gmünd liefert Spielgeräte und Schulmöbel nach Obroshyne – GIZ Projekt stärkt Kinderschutz im Kriegsgebiet
Obroshyne liegt etwa zehn Kilometer südwestlich von Lwiw (Lemberg) und ist seit mehreren Jahren über eine Solidaritätspartnerschaft mit Schwäbisch Gmünd verbunden. Im laufenden Projektjahr 2025 unterstützt das Förderprogramm bereits 89 ukrainische Kommunen mit Sachgütern im Wert von rund sechs Millionen Euro; 2024 wurden in Obroshyne noch 150 Solarlampen geliefert.
Der aktuelle Hilfspaket‑Umfang richtet sich gezielt an besonders schutzbedürftige Gruppen – vor allem Kinder, Jugendliche und Familien, die durch den anhaltenden Konflikt traumatisiert wurden. Mit den neuen Schulmöbeln und Spielgeräten für einen Spielplatz unterstützt Schwäbisch Gmünd die Zukunft der Kinder in Obroshyne und demonstriert gelebte, internationale Solidarität.
Die Lieferung umfasst moderne Schreibtische, Stühle, Regale, digitale Lernmittel (Laptops und interaktive Tafeln) sowie Schaukeln, Rutschen und ein Klettergerüst. Neben dem direkten Lernnutzen sollen die Spielgeräte den Kindern helfen, Stress abzubauen und für kurze Momente wieder unbeschwert Kind zu sein.
Ein weiterer Akteur, der das Projekt unterstützt, ist der Arbeitskreis Eine Welt. In seiner letzten Sitzung beschloss das Gremium, einen Teil der Transportkosten aus den Erlösen des Wettbewerbs „Kommune bewegt Welt“ zu übernehmen. Die Beteiligung des Arbeitskreises verdeutlicht das langfristige Engagement für globale Verantwortung und kommunales Handeln – besonders im Bereich Bildung und Perspektiven für junge Menschen.
Die von der GIZ beschafften Gegenstände wurden zunächst an die Stadt Schwäbisch Gmünd übergeben. Das für die Gesamtkoordination zuständige Amt für nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz und Bürgerbeteiligung wurde unterstützt durch den städtischen Baubetriebshof, der die Materialien zwischengelagert hat. Das ortsansässige Speditionsunternehmen Brucker organisierte den grenzüberschreitenden Transport und die Zollabwicklung. Die Transportkosten belaufen sich auf rund 5.500 Euro. Davon übernimmt der Arbeitskreis Eine Welt 2.500 Euro, den Rest die Stadt Schwäbisch Gmünd.
Das Hilfsprojekt knüpft an das im Herbst 2025 abgeschlossene NAKOPA‑Projekt an, das Wärmepumpen im Gemeindehaus und im Luftschutzbunker – dem derzeitigen Unterrichtsraum – installierte. Damit werden gute und sichere Lernumgebungen und Räume zum Spielen geschaffen.
Durch die Zusammenarbeit von GIZ, Stadt Schwäbisch Gmünd, dem Arbeitskreis Eine Welt und lokalen Partnern wird ein konkreter Beitrag zur Stabilisierung des Alltags von Kindern in einem Kriegsgebiet geleistet – ein Schritt, der sowohl Bildung als auch seelisches Wohlbefinden langfristig fördert.
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