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Mensa-Neubau im Landesgymnasium für Hochbegabte (LGH)
Mensa-Neubau im Landesgymnasium für Hochbegabte (LGH) in Schwäbisch Gmünd
Bildnachweis: Markus Herrmann, Stadt GD

Spatenstich im Landesgymnasium für Hochbegabte für die neue Mensaküche am Campusgebäude Universitätspark 26

Portrait von Ute Meinke

Geschrieben von:
Ute Meinke

Am Freitag, 9. Oktober wurde im Uniparkgelände der Grundstein für die neue Mensaküche am Campusgebäude gelegt. Beim Spatenstich waren zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und Bildung anwesend. Dazu zählten Landrat Dr. Joachim Bläse, Oberbürgermeister Richard Arnold sowie Vertreter des Landesgymnasiums für Hochbegabte (LGH), gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, die den Spatenstich feierlich vollzogen. Darüber hinaus nahmen zahlreiche weitere Beteiligte am Spatenstich teil und unterstrichen damit die gemeinsame Bedeutung des Projekts.

Die Mensa des Landesgymnasiums für Hochbegabte war vor über 20 Jahren als reine Ausgabeküche konzipiert worden und entwickelte sich über die Jahre zu einer Einrichtung mit stetig steigendem Anteil an frischen und vor Ort zubereiteten Mahlzeiten.

Mit dem Küchenanbau wird zum einen den veränderten Anforderungen der Elternschaft und LGH-Gemeinschaft an eine Vollversorgung der Schülerinnen und Schülern im Internat Rechnung getragen, zum anderen erhält das Küchenteam eine Küche mit modernster Einrichtung und optimalen Arbeitsbedingungen.

Die Planungen für den Anbau starteten bereits vor mehreren Jahren. Der Schulverband Landesgymnasium für Hochbegabte als Träger von Gymnasium und Internat gab im Jahr 2022 in der Schulverbandsversammlung grünes Licht für Planung und Umsetzung. Im Jahr 2023 stellte der Schulverband Landesgymnasium für Hochbegabte beim Regierungspräsidium Stuttgart einen Antrag auf Schulbauförderung. Nach den zwischenzeitlich angepassten Förderrichtlinien durch das Land Baden-Württemberg kann der Schulträger aufgrund der hohen Quote an auswärtigen Schülerinnen und Schülern mit einem deutlich höheren Zuschuss zu den Baukosten in Höhe von rund 4,5 Mio. Euro rechnen.

Ausgelegt ist die neue Küche für bis zu 350 Essensteilnehmer. Pro Schuljahr stellt das Küchenteam rund 45.000 Frühstücks-, 53.000 Mittags- und 36.000 Euro Abendmahlzeiten bereit. Hinzu kommen Zwischenmahlzeiten am Vor- und Nachmittag sowie durchgängig warme und kalte Getränke.

Für den Bau und die Ausstattung werden insgesamt 20 Gewerke vergeben. Bislang haben sechs Firmen Ostalbkreis den Zuschlag für einzelne Leistungspakete erhalten. Die Fachingenieure kommen, bis aus den Bodengutachter, die Ingenieursgemeinschaft für Umweltanalytik mit Sitz in Lorch-Weitmars, aus anderen Landkreisen. Die Rohbauarbeiten übernimmt die Firma Kissling Bauunternehmung GmbH aus Ruppertshofen, die Elektroarbeiten die Karl Starz GmbH aus der Oststadt, Sanitär- und Heizungseinrichtungen kommen von der Hans Mangold GmbH & Co. KG. Am Werk sind auch die Heil Bedachung GmbH aus Heubach und die Lorcher Klimatechnik GmbH & Co. KG für die raumlufttechnischen Anlagen. Die Kücheneinrichtung liefert Omega Sorg aus Aalen.

Architektonische Umsetzung 
Das Amt für Gebäudewirtschaft errichtet für den Schulverband Landesgymnasium für Hochbegabte den Anbau eines neuen Küchentrakts an das bestehende „Campusgebäude“ Nr. 26, das in den Jahren 2004 und 2005 errichtet wurde. Der unterkellerte eingeschossige Anbau bietet eine Nutzfläche von rund 313 qm und wird über eine Verbindungsflur mit dem Bestandsgebäude verbunden. Das Erdgeschoss verfügt über eine Fläche von 151 qm. Die neue Küche, ohne Nebenräume, ist mit circa 75 Quadratmeter über vier Mal so groß wie die bisherige Küche mit ihren 18 Quadratmeter. Die vorhandene Küche wird zurückgebaut. Der gewonnene Raum erweitert die bestehende Spülstraße, die ebenfalls modernisiert wird. Insgesamt umfasst der Neubau einen umbauten Raum von 11.400 Kubikmetern.

Der Außenbereich sieht eine zwölf Meter tiefe Terrasse vor, die zur öffentlichen Grünfläche durch eine Hainbuchhecke visuell und weitere bauliche Maßnahmen begrenzt werden soll.

Bauzeit
Die Bauzeit beträgt durch die Vorfertigung der mehrschaligen Erdgeschosswände nur gut ein Jahr. Nach Baubeginn im Oktober 2026 ist die Fertigstellung für Anfang November 2027 geplant. Im Anschluss werden die Außenanlagen gestaltet.

Energiekonzept & Ausstattung
Das Gebäude ist energetisch ambitioniert geplant:
• Die Raumluftechnik bietet eine ökologisch sinnvolle Wärmerückgewinnung. 
• Ein eigens entwickeltes Energiemanagementsystem steuert die Energie im Gebäude elektronisch und hält so den 
   Stromverbrauch niedrig.
• Die Küche wird mit einer modernen, in Zonen eingeteilte Lüftungsdecke ausgestattet. Die einzelnen Zonen lassen sich,
   je nach verwendetem Küchengerät, einzeln zuschalten.
• Der gesamte Bereich wird mit einem voll recycelbaren PVC-Boden ausgelegt, der reinigungsfreundlich ist, 
   Abrollgeräusche reduziert und bessere Laufeigenschaften bietet.
• Ein breites Fensterband nach Süden mit Blick auf Terrasse und Grünflächen und einer Brüstungshöhe von 1, 20 Metern
   lässt Tageslicht in die Küche.

Gelungenes Ensemble
Die gesamte ehemalige Bismarckkaserne steht zu Recht unter architektonischem Ensembleschutz, ein Anbau an bestehende Gebäude stellt daher immer eine besondere Herausforderung dar. Das stadteigene Architekturbüro im Amt für Gebäudewirtschaft konnte nun mit diesem Entwurf seine Expertise beweisen. Der Neubau fügt sich gekonnt in die Umgebung ein. Bezugspunkt war die preisgekrönte Architektur des Hauptbaus, realisiert vom Architekturbüro D’Inka Scheible Hoffmann Lewald Architekten BDA aus Stuttgart. Das Architekturbüro lieferte auch den Vorentwurf für den Küchenanbau.

Das Flachdach und wesentliche Teile der Fassade werden begrünt, so dass sich der Anbau harmonisch in den Park einfügen wird. Die neue, großzügige Terrasse erstreckt sich mit etwa 12 Meter tief in den Universitätspark. Das Carré aus Parkeichen wird mit einer Reihe Neupflanzung vor der Terrasse komplettiert, so dass das Ensemble auch landschaftsplanerisch integriert ist.

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